Der Exklusivbericht von

Hagen Schmitt & Daniela Böhl
 

 

aufgezeichnet von Daniela


Köln, 28. September 2004

Gegen 17.00 Uhr kam Hagen bei mir in Köln an - Überraschung!! Aus meiner Sicht entspricht er keinesfalls den uns anderen bis dahin „bekannten“ Fotos, auch Paul Browne sieht dies übrigens so. Aber macht euch davon selbst ein „Bild“.

Nachdem wir uns ein wenig mit Lasagne gestärkt hatten, war natürlich OMD - Zeit. Bei Kölsch tätigten dann auch die „London - Trippers“ ihren ersten Eintrag im Forum. Da meine Englisch - Kenntnisse wirklich arg zu wünschen übrig lassen, hatte ich mit diesem Namen ein Problem, und zwar war ich mir nicht sicher, ob wir uns damit nicht ein Vergehen a la Dieter Bohlen mit seinem Song „Take me tonight“ leisten, ganz sicher bin ich immer noch nicht. Aber macht nix...

Ich glaube, so gegen 24.00 Uhr gingen wir dann ins Bett (@ Yogi: in verschiedenen Zimmern). Zuletzt habe ich um 1.00 Uhr, hellwach, auf die Uhr gesehen, um dann um 4.00 Uhr wieder aufzustehen. Es war schlimm. Und Hagen ging es, denke ich, genauso.

Einchecken und Flug verliefen problemlos. Und am 29. September 2004 um 7.45 Uhr Londoner Zeit waren wir glücklich auf dem Flughafen Gatwick gelandet.

Im Flughafen Köln-Bonn
Daniela gönnt sich noch ein Schlückchen Kaffee

Die "Londontrippers" betreten zum ersten Mal englischen Boden -
Ankunft am Flughafen in London-Gatwick

London, 29. und 30. September 2004

Mit unserem Gepäck machten wir uns, nachdem wir mit dem Gatwick - Express in der Londoner Victoria - Station angekommen waren, auf den Weg ins Hotel. Da wir erst ab 14.00 Uhr einchecken konnten, wollten wir unser Gepäck dort lagern. Ankunft = Schreck laß nach...: von außen sieht es passabel aus, aber innen , mir fiel dazu nur Absteige ein. Nach einigen Schrecksekunden konnten wir dann doch lachen und trösteten uns damit, daß es ja nur für zwei Tage sei... (das mit den Stinkesocken stimmt wirklich).

So, und nun waren wir in London!!! Beide zum ersten Mal. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, London allein ist die Reise wert, ich muß gar nicht unbedingt auf die Aftershow - Party (obwohl ich die ganze Zeit hoffte, daß Andy kommt und Hagen mir auf die sanfte Tour zu verstehen gab, daß er nicht wirklich daran glaubt).

Zunächst machten wir uns auf den Weg zum Buckingham Palace, und waren offen gesagt etwas enttäuscht. Wir hatten ihn uns pompöser vorgestellt. Eigentlich wollten wir uns den Sitz der Queen noch von innen ansehen, sie war aber schon wieder aus dem Urlaub zurück, wie die gehißte Flagge anzeigte.

Nachdem wir eigenartige Pasta gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Tower of London (meine Schuhe machten mir bereits ein paar Probleme). Der Tower hat uns beiden, glaube ich, am besten gefallen. Er entsprach so gar nicht meiner Vorstellung. Zum Beispiel wußte ich nicht, daß es ein ganzer Gebäudekomplex ist. Wir haben uns die Waffenkammer (ich glaube White Tower) und die Kronjuwelen angesehen. Das hat einige Zeit in Anspruch genommen. Die Folterkammer war zu Hagens Leidwesen geschlossen, es regnete auch inzwischen und ich glaubte, wir würden uns nun, ca 17.00 Uhr, auf den Weg ins Hotel machen (meine Füße haben mir schon arg weh getan). Aber nix da - Mr. Sightseeing mußte unbedingt noch zur Tower - Bridge. Ich bin dann hinter ihm her gewankt und habe gestanden, daß ich wohl ungeeignetes Schuhwerk trage (konnte ich ahnen, daß Hagen ein Langstreckenläufer ist?).

Der Tower  im Herzen der City. Eine immens beeindruckende Festung und
zugleich auch Aufbewahrungsort u. a. der Kronjuwelen

 

Die London - Bridge ist ganz nett (ich habe Höhenangst), nein wirklich, die älteste Brücke Londons ist ein sehr beeindruckendes Bauwerk.

Danach ging es ins Hotel und an dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, daß man sich in London außergewöhnlich gut zurechtfindet.

Wir hatten schon mit Allem gerechnet, aber unser Zimmer war dann doch nicht ganz so schlimm (@Yogi: getrennte Betten). Wir hatten sogar ein eigenes Bad, das hatten wir vorher schon abgeschrieben. Aber YEAH: aus der Dusche kam nur kaltes Wasser!!! Das Hotel hat die „Reparatur“ dann auch bis zu unserer Abreise nicht geschafft!!!

Mittenrein in eine der aufregendsten Metropolen der Welt -
Daniela vor dem Londoner Zentralbahnhof "Victoria Station"

Daniela vor den (leider geschlossenen) Toren des
Buckingham Palace

Hagen vor der Tower Bridge

Abends sind wir dann noch beim McD (da weiß man, was man hat) essen gewesen (die Pasta hatte uns abgeschreckt). Und nachdem die London - Trippers ihren Eintrag im Forum erledigt hatten, waren sie noch englisches Bier trinken.

Am nächsten Morgen haben wir in einer Sauna (genannt Dining - Room) ein anständiges Frühstück zu uns genommen. Im Hotel waren auch viele andere Deutsche.

Und nun gab es für mich neue Schuhe. Hagen hat angeblich ein Foto gemacht, ohne daß ich es bemerkt habe. Nachdem diese Last von unseren (meinen) Schultern war, haben wir uns auf den Weg zum Big Ben gemacht. Gleichzeitig konnten wir dann die Houses of Parliament besichtigen. Danach kam die Westminster Abbey dran. London ist wirklich, auch ohne ein ONETWO Konzert, sehr sehenswert.

Wegen Zeitmangels mußten wir uns dann zwischen Piccadilly Circus und dem legendären „BEATLES“-Zebrastreifen auf der Abbey Road entscheiden. Nachdem mir ein verklärter Hagen verständlich gemacht hatte, daß er unbedingt über diesen Zebrastreifen laufen muß, haben wir uns auf die Suche nach demselben gemacht. Gesucht und sofort gefunden, weil auf einem Zebrastreifen mehrere Leute den Verkehr behinderten, habe ich von einer Verkehrsinsel aus unseren OMD - Fan fotografiert, wie er in bester Beatles - Manier über den Zebrastreifen läuft. Es war sehr lustig.

Danach waren wir beim Pizza - Hut (weil, da weiß man ja, was man hat). Nun ging es ins Hotel : Vorbereitung für das Konzert. Wir beide waren sehr aufgeregt.

Ein einziges Mal haben wir nicht sofort gefunden was wir suchten und was war das? Natürlich die Carling Academy. Es ging aber doch noch gut und wir waren pünktlich da.

Den Konzertbericht schreibt Hagen und ich möchte nur hinzufügen, daß es für mich ein sehr emotionales Erlebnis war. Die OMD - Songs live... es war unglaublich. Mal ganz abgesehen von der Aftershow Party... Einziger (für mich großer) Wermutstropfen war natürlich, daß Andy nicht da war...

Nach wieder nur drei Stunden Schlaf sind wir am 1. Oktober 2004 um 4.30 Uhr aufgestanden und zum Flughafen gefahren. Beim Einchecken standen wir erst nicht auf der Liste = Schluck. Es stellte sich heraus, daß die Vornamen mit den Nachnamen vertauscht worden waren. Wir durften dann doch noch mit fliegen und sind pünktlich wieder in Köln gelandet.

Big Ben und die Houses Of Parliament

Ohne Stadtplan ist man aufgeschmissen

 


 

Der Eingang der "Carling Academy" im Londoner
Stadtbezirk Islington

aufgezeichnet von Hagen

Als ich erfuhr, das "OneTwo" in London ihr Debut-Konzert geben würden, wusste ich sofort, das auch ich dort unbedingt hin musste. Und nachdem ich von Claudia und Paul auch noch überraschend zum Auftritt und der anschließenden After-Show-Party eingeladen wurde und mich Forummember Daniela spontan dorthin begleiten wollte, war die Freude bei mir im Vorfeld bereits riesengroß.

Und wir wurden nicht enttäuscht.

Kurz vor 19:00 Uhr erreichten wir die Carling Academy im Londoner Stadtbezirk Islington. Ich hatte eigentlich eine Art Konzerthalle erwartet, die Academy entpuppte sich allerdings als ein recht überschaubarer Club, eingebunden in eine größere Einkaufspassage. Der Andrang beim etwas verspäteten Einlass (der Soundcheck war noch in vollem Gange) hielt sich eher in Grenzen, und der modern eingerichtete Musikclub im 1. Stock des Gebäudes füllte sich auch nur langsam. Daniela und ich konnten noch in Ruhe etwas an einer der zwei Getränketheken zu uns nehmen und stellten uns dann in die zweite Reihe vorne an der Bühne. Was ich recht witzig fand war die Tatsache, das das Publikum überwiegend in zwei Hälften geteilt war: Die rechte Hälfte, wo später Paul stand, wurde fast ausschließlich von OMD-Fan's in Anspruch genommen (natürlich auch von uns), vor Claudias Mikrofon postierten sich die "Propaganda"-Anhänger. Bis zum Beginn des Konzertes füllte sich der Club aber doch noch recht ordentlich, allerdings hatte ich nicht den Eindruck, das er ausverkauft war.

Immerhin war es der erste Auftritt von Paul Humphreys auf englischem Boden seit 1986. Und auch die "Propaganda"-Fan's mussten lange auf ein Wiedersehen mit Claudia Brücken warten. Schon allein deswegen hatte ich ehrlich gesagt mehr Andrang erwartet. Ich schätze mal, es waren nicht mehr als 200 Leute anwesend (Anm.: Da habe ich mich getäuscht - lt. Info von Claudia waren es 450 Konzertbesucher).

Paul Humphreys machte stimmlich für mich eine
überraschend gute Figur

 

Um 20:00 Uhr dann ging es endlich los - Claudia, Paul und die drei Gastmusiker (Gitarre/Keyboard, Keyboard/Bass und Drums - der Drummer hatte Paul und Claudia bereits im Jahr 2000 auf ihrer USA-Clubtour begleitet) kamen unter lautem Beifall auf die Bühne und begannen ihre Show gleich mit einem neuem Song namens "Machine", welches wohl auch auf dem kommenden Album von "OneTwo" vertreten sein wird. Dieser Titel ist übrigens KEIN Instrumentalstück, wie jeder vermutet hatte - man hat nur den Gesang nicht gehört. Im Anschluss daran folgte "Signals", ein Track aus ihrer "item"-EP. Der Song kam für meine Begriffe sehr gut rüber.

 

Claudia und Paul waren anfangs sichtlich nervös - so erzählte mir Claudia nach dem Konzert, das es für sie schon aufregend war, nach so langer Zeit wieder vor Publikum aufzutreten, was ich auch sehr gut nachvollziehen kann. Nachdem beide ihr Publikum begrüsst hatten und Paul erklärte, das sie heute abend viele ihrer Hits spielen werden folgte auch schon der erste OMD-Klassiker an diesem Abend - "Messages" - und damit war das Eis im Grunde gebrochen, sowohl bei den Fan's als auch auf der Bühne. Ich war ehrlich gesagt überrascht - hatte ich doch an OMD-Titeln ausschließlich die im Original von Paul gesungenen Hits erwartet - und nicht die von Andy. Paul erklärte mir dies später damit, dass er die Songs zusammen mit Andy komponiert hat. Es sind also auch seine Songs. Unter diesem Gesichtspunkt hatte ich das während des Konzertes nicht gesehen, im nachhinein muss ich zugeben, das er recht hat, wenn er sich die Freiheit herausnimmt, diese Stücke zu spielen und auch zu singen.

Bedauerlicherweise hatte der von der Carling Academy gestellte Soundtechniker hinter dem Mischpult so seine Probleme damit, den Klang ausgewogen hinzubekommen. So hörte man Claudias Gesang auch beim vierten Titel "Absolutely Immune" - ein Stück aus ihrem Soloalbum "Love And A Million Other Things" von 1991 - leider so gut wie überhaupt nicht. Allerdings muß man auch bedenken, das das Abmischen von der Bühnenseite aus nicht unbedingt einfach ist. "Sister", ebenfalls ein Titel der "item"-EP, kam für meine Begriffe musikalisch nicht so gut rüber wie auf Platte. Dafür sang Paul, wie auch alle anderen Songs an diesem Abend, richtig gut. Ich hätte nicht gedacht, das er live so gut singen kann. Den zweiten neuen "OneTwo"-Track "Anonymus" kannte ich bereits, live hat er mich allerdings nicht unbedingt mitgerissen, obwohl der von Claudia, Paul und Andy McCluskey geschriebene Song durchaus seine wunderbaren Momente hat.

Gastauftritt von Susanne Freytag, ehemalige
"Propaganda"-Sängerin

Jetzt kamen auch die "Propaganda"-Fan's erstmals zum Zuge - "Dr. Mabuse", ihr grösster Hit, riss sie aus ihrer anfänglichen Zurückhaltung und der Song klang wirklich stark. Ich selbst hatte ihn bestimmt seit 20 Jahren nicht mehr gehört und hatte das Gefühl, einen alten Bekannten aus meiner Teenie-Zeit wieder zu treffen. Für diesen Song kam auch unerwartet ein äußerst attraktiver Gast auf die Bühne: Susanne Freytag, die zweite Sängerin neben Claudia Brücken aus der "Propaganda"-Originalbesetzung. Für die anwesenden "Propaganda"-Fan's muss dies ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein. Nun fand auch Claudia sichtlich Vergnügen am Auftritt und ich konnte feststellen, das sie und Paul immer entspannter wurden.

CLAUDIA BRÜCKEN

 

 

 

PAUL HUMPHREYS

 

Weiter ging es mit einem Song, bei dem mir schon eine leichte Gänsehaut den Rücken herunterkroch. Ich hatte OMD ja nie live gesehen und nun stand Paul vor mir und sang "Forever Live & Die"! Und es wurde noch besser: Paul kündigte den nächsten Song damit an, das die OMD-Puristen nun besser ihre Finger in die Ohren stecken sollten, denn jetzt käme ein sehr altes Stück. Dieses alte Stück war "Almost" - und ich glaube, nicht nur ich, sondern auch alle anderen OMD-Fan's waren sehr überrascht darüber, das Paul ausgerechnet diesen Song wieder ausgegraben hatte. Aber er war ohne Frage einer der Highlight's dieses Abends - völlig runderneuert, mit richtigen Drums und mit Gitarre, dazu Paul's eingehender Gesang - einfach nur genial.

Mit "Baby Sigh" folgte ein weiterer Titel aus Claudias Solo-Album. Mittlerweile war Claudia auch gut zu verstehen und ihre außergewöhnliche Stimme, die man eigentlich sofort unter Tausenden als die ihrige identifizieren kann, zog die Fan's in ihren Bann. Sehr schön anzuhören war dann auch Paul und Claudias Gesangsteilung bei "So In Love", was letztendlich das Spielen dieses Titels für mich rechtfertigte. Paul war nun locker drauf, machte Scherze, erzählte mit dem Publikum und ging auch immer wieder gerne auf Zwischenrufe ein (die bei englischen Konzertbesuchern wohl die Regel sind). Es machte wirklich Spaß ihm dabei zuzusehen.

Begeisterte Fans !
Unbewusst hatte ich beim hinter mich fotografieren einiges an Prominenz abgelichtet:
Kevin Pretlove von "omd-compiled" (der "Betende" vorne links), links hinter ihmIan Hayter von "omd-compiled" rechts hinter Kevin
Jan Humphreys (Schwägerin von Paul), hinter ihr (mit der Brille) steht Mike Humphreys (Paul's Bruder und Verfasser der off. OMD-Biografie "Messages")

Nach "Element Of Truth" (leider nur mit Gitarrensolo anstelle der Violine) dann das nächstes Highlight für mich: "Souvenir" - war zwar noch nie mein Lieblingssong von OMD, aber hey - wenn Paul das drei Meter von mir entfernt singt klingt es wirklich schon ganz anders! "Cloud 9" dann, das von allen "OneTwo"-Songs am besten beim Publikum ankam, hat für mich einfach die größten Hitqualitäten was die "OneTwo"-Songs betrifft und wird sich im Laufe der Zeit sicherlich zu einem Live-Klassiker entwickeln. Mit dem darauffolgenden Stück "If You Leave" war ich dann offen gesagt nicht so ganz einverstanden. Ich finde, der Song kam beim Publikum nicht gut an und er passte auch nicht in's Repertroire. Sorry.

Ganz anders dagegen "Snobbery & Decay" von Claudias früheren Band "Act". Das hatte mich nun wirklich umgehauen. In meinen Augen (und Ohren) war das einer der besten Songs des Abends, einer, der mich wirklich total mitriss. Total funky, Claudia ging voll aus sich heraus und auch Paul und der Band machte das spielen des Songs sichtlich Spaß. Die "Propaganda"-Fan's neben mir begannen wie verrückt zu tanzen, was sich bei "Duel", dem nächsten großen "Propaganda"-Hit noch steigerte. Mir fiel nun auch auf, das ich doch mehr Songs von der Band kannte als ich bisher dachte und sie auch richtig gut fand, z. T. sogar musikalisch wesentlich substanzieller als so mancher OMD-Titel dieses Abends.

Damit war das Konzert dann auch leider schon offiziell vorbei. Paul und Claudia verabschiedeten sich, jedoch nicht für lange, den die Fan's forderten sie lautstark zurück (ich meinte sogar überwiegend "Zugabe" anstelle des in England üblichen "we want more" gehört zu haben).

Susanne Freytag kam zum zweiten Mal auf die Bühne und der "Propaganda"-Kracher "P-Machinery" wurde als erste Zugabe gespielt, was ebenso begeistert aufgenommen wurde wie der vorerst letzte Song (auch wenn der Anfang mißlang und man nochmal von vorne damit anfing). Die Rede ist von "Electricity", dem Schlußsong wie auch schon bei jedem früheren OMD-Konzert. Für mich als alten Fan war das natürlich noch das Tüpfelchen auf dem i.  - vor ein paar Monaten hätte ich nie geglaubt, das ich den Song jemals nochmal live erleben durfte!

Damit hätte der Abend dann wohl auch perfekt zu Ende gehen können. Doch "OneTwo" ließ sich nochmals auf die Bühne bitten. Ich war gespannt was jetzt kommen sollte und war dann wirklich enttäuscht, als Paul nochmals "If You Leave" spielte. Das fand ich nun wirklich überflüssig. Dabei hätte ich mir wirklich gewünscht, vielleicht doch noch "Secret" oder "Promise" von Paul oder "Surprise" von Claudia zu hören, was mit Sicherheit bei allen Fan's wesentlich besser angekommen wäre.

Doch eigentlich war mir das dann letzten Endes egal - ich hatte zusammen mit Daniela den sehr gelungenen Live-Einstand von "OneTwo" erlebt und war wirklich froh darüber, hierher in die Carling Academy nach London gekommen zu sein. Zugegeben - perfekt eingespielt ist die Band noch keineswegs, aber es war doch schon recht professionell und mehr konnte und durfte man auch nach bisher einem einzigen Auftritt noch nicht erwarten. Auf Perfektion kommt es aber nicht an, sondern auf das, was von der Band und ihren Akteuren beim Publikum rüberkommt und sie ihm vermittelt, denn gerade das macht für mich das Live-Feeling aus.

Ich hoffe nun, daß "OneTwo" in naher Zukunft auch für ein paar Auftritte nach Deutschland kommen werden.

Wir werden wieder dabei sein.

Paul war locker drauf und ging auf die Zuhörer immer gerne ein

Claudia brachte auch die alten "Propaganda"-Songs
phänomenal rüber


DIE SETLIST AUF EINEN BLICK:

01 Machine
02 Signals
03 Messages
04 Absolutely Immune
05 Sister
06 Anonymous
07 Dr Mabuse
08 Forever Live & Die
09 Almost
10 Baby Sigh
11 So In Love
12 Element Of Truth
13 Souvenir
14 Cloud 9
15 If You Leave
16 Snobbery & Decay
17 Duel

18 P-Machinery
19 Electricity

20 If You Leave

 

Weitere Bilder vom Konzert

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Unter diesem Link gibt es noch mehr Bilder vom Konzert:

http://nicky-mcmillan.fotopic.net/c302581_1.html

 

Ihr könnt zwei Songs vom Konzert als Video downloaden:
(Ein Macromedia Flash Player und viel Geduld sind allerdings unbedingt erforderlich)

ALMOST

(FOREVER) LIVE & DIE
 

Folgendes müsst Ihr dafür tun:

1. Klickt auf diesen Link: http://www.motionandheart.co.uk
2. Begebt Euch durch klicken des Links in die "MAIN SITE"
3. Dort aus dem Kästchen links die Links "OMD MEDIA SECTION" und dann
den Link
"OMD Videos in Flash"
4. Dann auf den Text "HERE IT IS" klicken
5. Dort dann unter "OneTwo Live" den jeweiligen Song auswählen

Vielen Dank übrigens an NEIL TAYLOR, der die Videos auf seiner Fanseite bereitstellt.

 

 

 

aufgezeichnet von Hagen

Vorgeschichte:

Nach Ende des Konzertes hatten Daniela und ich erstmal keinen blassen Schimmer, wo die After-Show-Party, zu der wir von Claudia und Paul im Vorfeld eingeladen worden waren, überhaupt stattfand. Niemand der von uns angeprochenen Academy-Mitarbeiter wusste so recht Bescheid darüber. Glücklicherweise sprach ich die nette junge Dame am Merchandising-Stand darauf an (wo es lediglich die 'item'-EP und drei verschiedene T-Shirts zu kaufen gab), die mich dann an einen Mann weiterverwies, der gerade in unserer Nähe stand. Sein Name war Allen, der einen "All Areas"-Pass an seinem Hemd trug und sich dann sehr zuvorkommend uns gegenüber verhielt, nett mit uns plauderte und sich Unserer annahm. Er gab Daniela noch einen Gästeausweis, da sie ohne diesen Ausweis entgegen unserer Erwartung vom Security-Mann gar nicht zur Party reingelassen worden wäre. Allen zeigte uns sogar den Weg, indem er uns in den 2. Stock der Academy begleitete, wo sich bereits eine ganze Menge Leute zur Party eingefunden hatten. Allen erzählte uns dabei seine amüsante Geschichte, darüber, wie er Claudia und Paul kennengelernt hatte und wie er zu seinem Backstage-Pass und zu diesem Konzert kam: Allen ist Anwalt (so hatte ich es mal verstanden) und hatte bis zu dem Zeitpunkt, als er in eine bestimmte Straße im Norden von London zog, mit Musik nicht das geringste am Hut. Als er eines Tages in dieser Straße seinen Hund Gassi führte, traf er auf Claudia Brücken, die ebenfalls ihren Hund dort ausführte. Beide kamen dann über ihre beiden Hunde in's Gespräch und Claudia lud ihn zu ihr nach Hause ein. Dort lernte er dann auch Claudias Lebensgefährten kennen - Paul Humphreys - und man freundete sich schließlich an. Irgendwann fragte Allen wohl mal danach, was Claudia und Paul denn so beruflich machen und erfuhr, das beide Musiker sind. Erst im weiteren Verlauf des Gersprächs erwähnte Paul, das er mal Mitglied von OMD war. Allen kannte OMD, bis zu diesem Zeitpunkt wusste er aber nicht, das Paul bei OMD war, was ihn dann, so wie er mir sagte, ziemlich umgehauen hätte!

 

 

Die "Londontrippers" auf der bequemen Ledercouch

 

 

Unser Retter in der Not:
Allen


Die Party:

Wie schon erwähnt, es waren eine Menge Gäste zur Party eingeladen worden, es müssen wohl so um die 40 Leute gewesen sein. Leider konnten Daniela und ich auf Anhieb kein bekanntes Gesicht in der Menge ausmachen, also setzten wir uns erstmal etwas Abseits auf die dortige, sehr bequeme Ledercoach und beobachten die Lage. Dabei kamen wir uns offen gesagt vor wie die Aliens vom anderen Stern. Viel verstehen konnten wir nicht, denn wenn Engländer sich normal unterhalten, ist es schwer für uns Schulenglisch-Sprecher, überhaupt halbwegs einer Konversation folgen zu können.
 

Paul Humphreys im Gespräch mit den Gästen
 

Die "OneTwo" Musiker waren jedenfalls auch schon alle anwesend und auch Susanne Freytag von "Propaganda" beobachtete ich eine ganze Weile (ich fand sie nicht unattraktiv...). Als ich gegenüber Daniela erwähnte, das Claudia und Paul wohl noch nicht da sind, sagte sie mir verwundert, ich hätte ihn doch die ganze Zeit über angeschaut. Mein Gott, vor lauter Aufregung hatte ich das überhaupt nicht bemerkt! Jedenfalls hatten wir das Ziel, die beiden persönlich kennenzulernen, was allerdings gar nicht so einfach war wie wir uns das vorgestellt hatten, denn permanent unterhielten die beiden sich mit anderen Gästen und wenn ich mich mal in die Nähe vorgekämpft hatte war auch schon gleich wieder jemand anderes vor mir.

 

 

 

Als Retter in der Not erwies sich auch hier wieder Allen, der Paul auf uns aufmerksam machte. Als Paul dann tatsächlich auf uns zukam, rutschte mir dann doch das Herz in die Hose. Mein Wunschtraum seit 22 Jahren wurde nun Wirklichkeit - Paul schüttelte mir die Hand! Daniela und ich unterhielten uns ein wenig mit ihm, Daniela fragte ihn warum denn Andy nicht gekommen ist (Paul hatte ihn eingeladen), über die "Here & Now"-Tour (von der Paul wenig hält), über Malcolm (der momentan sehr krank ist) und über meine "One-Two"-Fanseite, für die sich Paul sehr nett bei mir bedankte. Ich hatte noch CD-Covers zum signieren dabei, darunter auch Yogis "The Listening Pool"-Covers. "I know you don't like 'The Listening Pool' " - sagte Paul zu mir - worauf mir gleich meine eher mäßige Kritik von "Still Life" auf meiner OMD-Fansite einfiel. Von seinem Kommentar einigermaßen überrascht fragte ich ihn, ob er denn "www.omd-germany.de" kenne (Anm: des Verfassers: Gemeint ist die frühere deutsche OMD-Fansite), was er bejahte und mir erzählte, das er schon öfters auf meiner Fanseite war und Claudia ihm meine Plattenkritik übersetzt hatte. Mann, war mir das vielleicht peinlich - dennoch freute ich mich sehr darüber und war auch ein wenig stolz, das auch ein Mitglied von OMD hin und wieder mal auf unserer deutschen Fansite reinschaut! Aber ich denke (und hoffe), er ist mir nicht allzu böse wegen meiner Antipathie gegenüber "The Listening Pool", denn womöglich hätte er mich sonst bestimmt nicht zum Konzert eingeladen. Paul signierte dann noch bereitwillig meine Covers und stand auch gerne für einige Fotos zur Verfügung.

Mittlerweile hatten wir auch Claudia erspäht, die allerdings ebenfalls von Gästen umringt war. Ich blieb unaufdringlich, aber doch hartnäckig dran und schliesslich hatten wir auch bei ihr Erfolg. Claudia schien sich wirklich zu freuen das wir gekommen waren, fragte uns aus welcher Stadt wir kämen und stellte uns "Germans" den umstehenden Leuten vor. Auch Claudia bedankte sich für die "OneTwo"-Fanseite, gab bereitwillig Autogramme auf meine Covers und ließ sich mit uns fotografieren. Claudia sieht allerdings ganz anders aus als auf den mir bekannten Bildern (Paul übrigens auch).

Für tiefergehende Konversation blieb leider keine Zeit, erstens wegen unserer bescheidenen englischen Konversationskünste und zum zweiten muss ich gestehen, das ich die Fragen, die ich eigentlich stellen wollte ("OneTwo"-Album, eventuelle Auftritte in Deutschland, OMD-DVD, "Unreleased Material Album" etc.) vor lauter Aufregung schlicht vergessen hatte. Beinahe hätte ich sogar nicht mehr an die Autogramme gedacht!

Paul Humphreys (mit Bier) und Hagen (leider ohne)

 

Paul Humphreys und Daniela

 

Daniela, Claudia Brücken und Hagen
(Foto: Sara)

 

Claudia Brücken -
daneben Mark Crouch und Kevin Pretlove von "cOMpileD"

 

Claudia Brücken, Hagen, Chris, Jimmy "Chi" Messerschmitt (hinten)
Paul Browne (Administrator der off. OMD-Website) und Sara
 

Im Laufe der Party lernten wir dann auch noch Kevin Pretlove von "cOMpileD" kennen (sehr interessante englische Fansite), der ebenfalls sehr nett ist (allerdings viel kleiner als ich ihn von Bildern her kenne, deshalb hatte ich ihn auch während des Konzertes nicht erkannt, obwohl er hinter mir stand) und wir unterhielten uns über das Konzert und darüber, was man für das Organisieren eines Fantreffens so alles beachten sollte (Kevin war Mitorganisator des "One Mad Day"-Fantreffens im Jahr 2000". Kevin stellte uns dann Paul Browne, dem Macher der offiziellen OMD-Website vor, was mich überraschte, da die beiden sich so weit ich weiß eigentlich nicht besonders gut leiden können. Ein netter Zug von Kevin. Paul Browne ist ebenfalls sehr symphatisch (auch ihn hatte ich vorher nicht erkannt), wenn auch für mein Befinden typisch englisch-zurückhaltend. Auch die anderen "Mitglieder" des "Nucleus"-Clans (so nennt man wohl die engen Freunde um Paul Browne) - Jimmy Messerschmitt, Sara und Chris) lernten wir als als sehr freundliche Menschen kennen. Sara konnte es nicht fassen, als Claudia und ich uns in Deutsch unterhielten. Kevin war etwas enttäuscht, das wir nicht länger blieben, aber wir mussten ja am nächsten Morgen um 04:00 Uhr in der Früh wieder zurückfliegen. Ich fand es jedenfalls auch etwas schade, ihn erst so spät getroffen zu haben, da ich mich gerne auch noch länger mit ihm unterhalten hätte. Von Paul Browne wurden wir dann noch zum Fantreffen 2005 in England eingeladen.

Die Party war, an deutschen Verhältnissen gemessen, schließlich viel zu schnell vorbei. Bereits um 00:30 Uhr wurden alle noch verbliebenen Gäste inkl. Claudia und Paul von der Security gebeten, die Academy zu verlassen. Daniela und ich gehörten somit zu den letzten paar Gästen. Wir verabschiedeten uns noch bei Claudia und Paul und fuhren dann überglücklich, aber auch überwältigt von Allem mit dem Taxi in unser Hotel im Stadtbezirk Bayswater zurück.


Zusammenfassend können wir wirklich behaupten, das das Konzert und alle Aktionen drumherum das Geld und die weite Anreise wirklich wert waren. Meine Erwartungen wurden jedenfalls bei Weitem und in jeder Hinsicht übertroffen und ich hätte nicht gedacht, das Claudia, Paul und die englischen Fan's uns so zuvorkommend behandeln und so dermaßen nett sind.

Für Daniela und mich bleibt dieser Trip nach London zu "OneTwo" auf alle Fälle unvergesslich.

 

Weitere Bilder von der After-Show-Party

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 © 2004

Hagen Schmitt & Daniela Böhl

Verwendung der hier veröffentlichten Bilder und Texte
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