| Dieser
Sampler enthält ausschließlich OMD-Coverversionen amerikanischer Bands
Rezension:
War
ich vom "Messages"-Coveralbum eigentlich recht begeistert,
so folgte mit diesem Album die Ernüchterung. Hauptmanko dieses
Albums ist zum Einen die fürchterlich schlechte Produktion der
Songs und zum Zweiten die offensichtlichen, teilweise schon peinlichen
musikalischen und
gesanglichen Defizite der hier vertretenen Interpreten.
Doch
zu den wenigen positiven Aspekten dieses Samplers:
Herbstlich melancholisch
kommt Brittle Stars' Version von "SOUVENIR" daher (mit
einer angenehm passenden Gitarrenbegleitung) und gewinnt dem
Song einige neue Facetten ab. Ebenso hörenswert: "ELECTRICITY"
von Le Coupe (originell, schöner Basslauf und irgendwie "smooth"),
"FOREVER LIVE & DIE" von Garlands (innovativ bearbeitet,
der Gesang hebt sich von den restlichen dünnen Stimmchen des
Albums wohltuend ab), "STATUES" von The Ideal Husbands
(im Rumba-Stil, originell und lebendig) und zuletzt noch "PROMISE"
von Sushi (wirklich interessant aufbereitet - ein entspannter Track
und ausnahmsweise einmal gut intoniert).
Gerade
noch so mit einigen Abstrichen und viel Wohlwollen noch halbwegs
hörbar sind:
"SHE'S LEAVING" von The Saturday People's
Front (musikalisch recht gut, allerdings kann der Sänger den
Ton nicht halten), "MESSAGES" von The Inbounds
(musikalisch
super, wenn nur der Gesang nicht so grauenhaft wäre), "ALMOST"
von den Acid House Kings (da hätte man mehr daraus machen
können), "BUNKER SOLDIERS" von Magagony (klingt wie aus der Nintendo-Konsole), ebenso die Version von The
Autumn Teen Sounds "TELEGRAPH" (aus unerklärlichen
Gründen fehlt jedoch gut die Hälfte des Songs), "IF YOU LEAVE"
von Free Loan Investments (musikalisch interessant im Motown-Stil
gehalten, allerdings absolut mieser Gesang), "ALL WRAPPED
UP" von The Babies (das Nintendo-Geblubbere geht einem
mit der Zeit allerdings doch arg auf den Geist), außerdem noch "TESLA
GIRLS" von F.K.A.O.R. (hier auch wieder das Manko: der schlappe
Gesang) und zuletzt noch zu erwähnen "SO IN LOVE"
von Bart & Friends (auch hier fehlt der komplette Mittelteil und der Sänger macht
den Eindruck gleich einzunicken).
Die
restlichen Songs - "SO IN LOVE" von Majestic (Drums scheppern
amateurhaft, die Gitarre ist teilweise verstimmt, grauenhafter Mittelteil),
"SECRET" von Laura Watling (Kinderschlagzeugsound -
noch dazu amateurhaft gepielt und Fr. Watlings Gesang ist echt zum
abgewöhnen),
"JOAN OF ARC" von Simpatico (Supernervende Double-Bassdrum
und
Gitarrengeschrammel von Anfang bis Ende + gesangliche Defizite)
und "2ND THOUGHT "von Object Oriented (nervendes Drum'n'Bass
Geblubber + lausiger Gesang) - kann
man getrost vergessen.
Zusammenfassend
kann resümiert werden:
Das Album krankt hauptsächlich an der grottenschlechten
Produktion, den überwiegend amateurhaften Musikern, die oft auf
4.-klassigem Schülerbandniveau musizieren und an den dünnen,
schlappen und stellenweise falschen Stimmen der Sänger/innen.
Fairerweise
muß ich aber zugeben, daß das Album stellenweise jedoch auch
seine
(wenigen) Momente hat.
Mein Fazit:
Ein Coveralbum , welches ein
OMD-Fan nicht wirklich braucht - es sei denn, er will nach dem
Anhören dieser Cover letztlich zur Erkenntnis gelangen, wie gut und unerreicht
die Originalversionen doch sind!
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