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 Betreff des Beitrags: Messages (Tribute-Album)
BeitragVerfasst: 05.05.2013, 11:17 
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Sugar Taxer
Sugar Taxer
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Registriert: 06.10.2010, 13:05
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Zu diesem Album hat Hagen in der Diskografie-Abteilung bereits eine sehr gute Kritik geschrieben, aber eine Einzelkritik ist ja nur ein subjektiver Eindruck, also kann eine zweite zur Ergänzung sicher nicht schaden:

Messages
Modern Synthpop Artists Cover Orchestral Manoeuvres in the Dark (USA, 2001)

01) Messages (Ganymede)
‚Messages’ mit verzerrtem Computerstimmen-Gesang, kann das funktionieren? Ja! Die Originalversion hat sich bei mir schon vor Jahren ziemlich abgenutzt, aber diese hier bringt noch mal frischen Wind in den Song.

02) Hold You (Color Theory)
Die schnulzigste aller OMD-Schnulzen mal ganz anders, nämlich in einer Swing-Fassung, die dem Song ganz neue Seiten abgewinnt. Wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, aber mir gefällt’s.

03) Bloc Bloc Bloc (Cosmicity)
Dance-Synthiepop, der mich irgendwie an billige Italo-Disco-Musik erinnert. Nicht wirklich schlecht, aber durch den etwas flachbrüstigen Gesang reißt mich die Version nicht vom Hocker. Scheitert um Längen beim Vergleich mit dem Original.

04) Secret (Intact)
Gut produziert und die Stimme des Sängers erinnert etwas an David Gahan, so dass man bei flüchtigem Hören fast glauben könnte, Depeche Mode covern OMD. Mit persönlich ist diese Version aber zu straight und dance-lastig, das gefühlige Original gefällt mir besser.

05) Souvenir (Electrosquad)
Eigentlich ist ‚Souvenir’ für mich nach all den Jahren ein ziemlicher Langweiler, und der etwas uninspirierte Gesang dieser Fassung lässt anfangs einen ‚Bloß schnell weiterzappen’-Track vermuten. Aber dann überrascht die Version mit frischen Sounds und wird so zu einer guten Album-Füllnummer oder sogar mehr.

06) We Love You (Dark Distant Spaces)
Eine Amateurband covert OMD und bleibt dabei relativ dicht am Original, abgesehen davon, dass der Sänger schwächer ist als Andy. Überflüssig.

07) The Beginning and the End (House of Wires)
Eigentlich ebenfalls recht dicht am Original, aber durch die Verwendung komplett anderer Sounds und stärkerer Betonung des Beats bekommt der Song eine neue Note. So ähnlich hätte er vielleicht geklungen, wenn er nicht von OMD, sondern von ‚Talk Talk’ stammen würde. Das Original gefällt mir besser, aber auch diese Version ist durchaus hörenswert.

08) Enoly Gay (The Faint)
Der meistgecoverte OMD-Song aller Zeiten. ‚The Faint’ versuchen, sich mit eingestreuten Breaks und Soundverzerrungen von der Masse abzusetzen, und leider gelingt es ihnen: Diese Version passt überhaupt nicht zum Rest des Albums, denn sie ist nicht nur schlecht, sondern regelrecht grausam.

09) Joan of Arc (Colecovision)
Eine soundmäßig stark abgespeckte, fast schon minimalistische Version des Songs. Die Sängerin konzentriert sich komplett auf saubere Töne und verzichtet dabei auf jede Emotionalität, die ja Andys Gesangsstil auszeichnet. Dadurch wird diese Version zu einer echten Neuinterpretation, die vielleicht nicht jedem gefällt, aber ich finde sie prima.

10) Dream Of Me (The Virgins)
Electrolastiger als das Original. Mir fehlt ein bisschen Gefühl, und es hätte auch nicht unbedingt sein müssen, dass der Sänger zwischendurch ins Falsett rutscht. Aber ansonsten eine durchaus brauchbare Alternativ-Version.

11) Electricity (Liquid Fiction)
‚Electricity’ als Kirmes-Techno!!! Da denkt man eigentlich an den blanken Horror, aber unerwarteterweise funktioniert das Konzept. Vor allem die eingestreuten Trance-Elemente im Mittelteil passen gut zum Song. Meine Lieblingsversion des Stücks bleibt zwar die von Sangaree (anderes Album), aber auch diese Einspielung bekommt von mir einen wohlwollenden Daumen nach oben.

12) Radio Waves (Underpass)
Hagen bemängelt zu Recht den ziemlich limitierten Gesang, aber zumindest singt der Sänger so deutlich, dass man im Gegensatz zur OMD-Version den Text komplett versteht. Bei der Musik ist es ähnlich: Alles ist etwas klarer und akzentuierter als im Original, aber irgendwie fehlt mir das gewisse Etwas. Darum kein Highlight, sondern nur ein Mitläufersong auf dem Album.

13) Tesla Girls (Macondo)
Hier wird mit der Brechstange versucht, dem Song neue Aspekte abzugewinnen. Leicht veränderter Rhythmus, eine Sängerin statt eines Sängers, Sound-Gadgets, ein neuer Vor- und Abspann – aber dummerweise zündet nichts davon. Der Gesang ist dünn, der Rhythmus schleppend, und der Rest leidet unter der amateurhaften Produktion. Der zweite Totalausfall des Albums.

14) If You Leave (Dyed Emotions)
Der Song darf auf einem Ami-Sampler natürlich nicht fehlen, aber gerade diese Version offenbart gnadenlos seine Schwächen, denn der Bandname ist hier leider Programm:
Im Original singt Andy dieses Lied so emotional, als ginge es um sein Leben, und machte es dadurch in Verbindung mit der kitschigen ‚Pretty in Pink’-Story in Amerika zum Hit. Ersetzt man Andy durch einen emotionslosen Durchschnittssänger, dann bleibt von dem Song nicht mehr viel. Schade.

15) Messages (White Town)
Braucht dieses Album noch eine zweite Einspielung von ‚Messages’? Klares Nein.
Die Version klebt am Original und hat bis auf leicht veränderte Sounds nichts Neues zu bieten. Wirklich schlecht ist sie nicht, und darum habe ich auch nichts konkret zu meckern, aber mir fällt auch kein Grund ein, warum ich sie ein zweites Mal hören sollte.

16) Secret (Carol Masters)
Nach Hagens guter Kritik war ich auf diese Version sehr gespannt, wurde aber ziemlich enttäuscht. Dass ‚Secret’ ein guter Lagerfeuer-Song ist, wusste ich schon lange. Hier gibt es ihn zweistimmig mit zwei Akustik-Gitarren, und die minimalistische Begleitung ist auch durchaus in Ordnung. Was aber für eine gute Unplugged-Version fehlt, ist eine gute Stimme. Die des Leadsängers ist einfach nur Durchschnitt. Und wenn die zweite Stimme gegen Ende versucht, den Song ins Lächerliche zu ziehen, fragt man sich eigentlich nur noch, was das soll. Hier hätte ich mir stattdessen die Sängerin von Colecovision gewünscht, dann hätte es ein schöner ruhiger Ausklang des Albums werden können.

Fazit:
Es sind zwar ein paar Ausfälle dabei, aber die meisten der unbekannten Bands machen ihre Sache erstaunlich gut. Vor allem die Versionen von Ganymede (Messages), Color Theory (Hold You), Colecovision (Joan of Arc) und Liquid Fiction (Electricity) bieten wirklich hörenswerte Neuinterpretationen.


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